Behandlung einer Schlafapnoe mit
Unterkieferprotrusionsschiene
Sanft schlafen, frei atmen – die individuelle Schienentherapie gegen Schnarchen und Schlafapnoe
Eine Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS) ist eine individuell angepasste Zahnschiene, die den Unterkiefer beim Schlafen leicht nach vorne verschiebt, um die Atemwege zu öffnen und so das Schnarchen sowie eine leichte bis mittelschwere obstruktive Schlafapnoe zu behandeln.
Funktionsweise
- Atemwege erweitern: Die Schiene hält den Unterkiefer vorne, wodurch der Rachenraum frei bleibt und Atemaussetzer verhindert werden.
- Individuelle Anpassung: Sie wird von einem spezialisierten Labor gemeinsam mit uns nach Abdrücken und einem CMD-Screening individuell gefertigt, um den optimalen Vorschub zu finden.
Vorteile
- Alternative zur CPAP-Maske: Eine gute Option, wenn die CPAP-Therapie abgelehnt wird.
- Hohe Akzeptanz: Wird von vielen Patienten als bequemer empfunden.
- Wirksamkeit: Wissenschaftlich erwiesen bei leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe (AHI 5–30).
Nachteile & Risiken
- Kiefergelenke: Kann bei bestehenden Problemen (CMD) gegebenenfalls nicht genutzt werden bzw. die Situation verschlechtern – daher das Vorab-Screening.
- Nicht für schwere Fälle: Bei schwerer Schlafapnoe (AHI > 30) ist CPAP meist vorzuziehen.
Voraussetzungen & Vorgehen
- Diagnose: Eine Schlafapnoe muss durch einen Schlafmediziner diagnostiziert werden.
- Verordnung: Ein Schlafmediziner verordnet die Schiene, wir passen sie an und kontrollieren sie.
- Kontrollen: Regelmäßige Kontrollen bei uns und beim Schlafmediziner sind wichtig, um Nebenwirkungen zu minimieren.
- Kostenübernahme: Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten bei diagnostizierter Schlafapnoe, wenn CPAP nicht funktioniert oder das Schlaflabor eine UKPS empfiehlt.
Die UKPS ist eine effektive Methode, erfordert aber eine sorgfältige Abklärung und Überwachung durch Fachleute, um langfristigen Erfolg zu sichern.
LEISTUNGEN
CMD-Behandlung
Bei craniomandibulären Dysfunktionen behandeln wir funktionelle Störungen des Kiefergelenks. Ergänzend können wir auch Botox einsetzen.
Die Behandlung einer Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) ist vielfältig und sehr individuell, konzentriert sich aber meist auf konservative Methoden wie Aufbissschienen zur vorübergehenden Beseitigung der Fehlfunktion. Physiotherapie zur Lockerung der Kiefermuskulatur und manuelle Therapien kommen ergänzend hinzu. Medikamente und Botox können bei Bedarf zusätzlich eingesetzt werden.
Wichtiger Hinweis
CMD ist eine komplexe Erkrankung, daher ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit – zwischen Zahnarzt, Orthopäde, Physiotherapeut und Osteopath – für eine ganzheitliche Behandlung entscheidend.