Platelet-Rich-Fibrin-Verfahren (PFR)

Nutzt körpereigene Wachstumsfaktoren zur Förderung der Wundheilung.

Das PRF-Verfahren (Platelet-Rich Fibrin) nutzt körpereigenes Blut, um durch Zentrifugieren eine konzentrierte Fibrin- und Blutplättchenmatrix (PRF) zu gewinnen, die als „Heilungsbooster“ nach Eingriffen eingesetzt wird, um Knochenregeneration und Weichgewebeheilung zu beschleunigen und zu verbessern.

In unserer Praxis nutzen wir dieses Verfahren gern bei Implantationen, Knochenaufbau, nach Zahnextraktionen und in der ästhetischen Medizin. Es fördert eine schnellere, natürlichere Heilung, reduziert Schwellungen und Entzündungen und kann als Membran oder Füllung verwendet werden, ohne das Risiko von Abstoßungsreaktionen. 

Ablauf des PRF-Verfahrens

  1. Blutentnahme: Eine kleine Menge Blut (ca. 60 ml) wird dem Patienten entnommen.
  2. Zentrifugieren: Das Blut wird in einer speziellen Zentrifuge für wenige Minuten aufgespalten, wodurch Fibrin und Blutplättchen von den roten Blutkörperchen getrennt werden.
  3. Herstellung der PRF-Matrix: Es entstehen verschiedene Formen:
    • PRF-Membran (A-PRF+): Eine feste Matrix, die Wunden abdeckt und Knochendefekte ausfüllt.
    • Flüssiges PRF (i-PRF+): Kann direkt in Weichgewebe injiziert werden.
  4. Anwendung: Die gewonnene PRF wird direkt im Operationsgebiet platziert, um die natürliche Heilung zu unterstützen. 

 

Vorteile und Anwendungsbereiche

  • Beschleunigte Heilung: Fördert die schnelle Regeneration von Knochen und Weichgewebe.
  • Natürliche Methode: Verwendet nur körpereigenes Material, wodurch Risiken minimiert werden.
  • Reduzierte Beschwerden: Weniger Schwellungen und Schmerzen nach Operationen.
  • Anwendungsgebiete: Implantologie, Knochenaufbau, nach Extraktionen, bei Zystenentfernungen, zur Unterstützung bei Sinuslifts, Ästhetischen Medizin

 

Kosten und Krankenkasse

Leider werden die Kosten oft nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Erstattung durch private Kassen ist tarifabhängig.